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Die „Fluchtberichte-Sammlung”
Durch Hinzunahme von bereits in früheren Heimatbriefen veröffentlichten Berichten kommen insgesamt 46 Verfasser/innen zu Wort. Zeichnungen und Fotos ergänzen die Darstellungen. Handschriftlich eingereichte Berichte wurden in PC-einlesbare Maschinenschrift übertragen, wodurch das Schriftbild klar, sauber und sehr gut leserlich ist. Die Originaleinsendungen liegen in unserem Archiv in Minden. Inhaltlich umfassen die Berichte die Zeit des Aufbruchs, der Um- und Irrwege, Zwischenaufenthalte, Rückwege ins Heimatdorf oder Aufenthalt in Gefangenschaft und Lager, Rückkehr, Zusammenfinden, Ankunft und Neubeginn. Allgegenwärtig sind Hunger, Verzweiflung, Not und Tod, Angst in Situationen oder um Angehörige, das Gefühl der Entwurzelung, aber auch Überlebenswille, Zusammenhalt, Hilfe, Hoffnung und Gottvertrauen. Eingestreute Gedichte künden von der Schönheit der Heimat, der Sehnsucht nach ihr, Klage, Trauer und Schmerz über den Verlust. Kartenmaterial hilft bei der Orientierung. Das Inhaltsverzeichnis mit der Auflistung der Berichte enthält auch die Seitenangabe. Die chronologische Abfolge der aus den bisherigen Heimatbriefen entnommenen Berichte und themabezogenen Artikel (20) gibt einen guten Überblick über das jeweilige Erscheinungsjahr. Doch die Beiträge insgesamt folgen dem historischen Ablauf. Bei der Auflistung der Verfasser/innen sind Angaben über die damalige Einwohnerzahl des Aufbruchortes, das Lebensalter bei der Flucht und deren Dauer vermerkt. Aufbruchorte sind Arenswalde, Altwolfsdorf, Arys, Baitenberg, Bartenstein, Biesellen, Brödau, Dreifelde, Freundlingen, Fröhlichen, Großrosen, Heiligenbeil, Hirschwalde, Johannisburg, Kleinrogallen, Kreuzofen, Kurwien, Misken, Mittelpogauen, Mövenau, Morgen, Pappelheim, PIichen, Poseggen, Raken, Raunen, Reitzenstein, Schast, Schützenau, Siegenau, Springborn, Steinen, Talau, Valenzinnen, Wartendorf und Woinen. Allem ehrend vorangestellt sind die Namen der Gefallenen, die am Beginn dieser Katastrophe standen. Auch an dieser Stelle gilt nochmals unser Dank allen Verfasser/innen und unseren „Vor"-arbeiter/innen beim Bewahren dieser Dokumentationen. Im Anhang finden sich Informationen über die Kreisgemeinschaft und den Johannisburger Heimatbrief, das Ostpreußische Landesmuseum Lüneburg und das Kulturzentrum Ostpreußen in Ellingen, unser Archiv in Minden und unsere Veröffentlichungen, Spendenmöglichkeit und ein Aufruf zur Quellenauswertung, Formulare zur Mitgliedschaft und eine Vorstellung der Mitarbeiter/innen an diesem Kompendium. (Zusammenstellung: Sieglinde Falkenstein; Übertragungen: Ingelor Friedrich; Scanarbeiten: Detlef Liedtke; Gestaltung: Werner Schuka).
Das Werk hat einen Umfang von 482 Seiten und ist in 3 Binde-Varianten erhältlich. Der Preis
beträgt mit
jeweils zuzüglich Verpackung und Porto.
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